60 Jahre Seerosenkreis Logo Seerosenkreis Maler und Bildhauer


  Presseinformation, Stand 18.3. 2008

Zur Ausstellung mit Begleitprogramm
60 Jahre Seerosenkreis – Literatur, Kabarett, Bildende Kunst
in der Rathausgalerie der Landeshauptstadt München

Ausstellungsdauer: 15. März bis 6. April 2008
Öffnungszeiten: täglich (außer Ostermontag) 11 bis 19 Uhr

Veranstaltungen: Freitag, 14. März, 18 Uhr
Vernissage und literarisch-musikalische Veranstaltung:
Montag, 31. März, 19 Uhr
Satire, Ironie, Humor – mit Uli Bauer, Maria Peschek, Max Uthoff, Walter Zauner. Musik: „Unsere Lieblinge“.
Mittwoch, 02. April, 19 Uhr
Druckfrisches und Unveröffentlichtes über berühmte Schwabinger:
Anatol Regnier liest aus seiner Frank Wedekind-Biographie (angekündigt für September 2008), Gunna Wendt aus 'Franziska zu Reventlow' (erscheint am 22.April 2008), Prof.Ruprecht Wimmer erzählt vom 'Schwabinger' Thomas Mann, der eine Weile im Haus der Gaststätte 'Seerose' wohnte. Musik von Susanne Weinhöppel.
Donnerstag, 03. April, 19 Uhr
Über Fragen und Thesen zum Theater heute und gestern sprechen: Joachim Kaiser, Michael Skasa und Christine Dössel.
Samstag, 05. April, 19 Uhr
Seerose – gestern, heute – morgen? - mit der Schwabinger Gisela, Gisela Schneeberger, Michael Schwarzmaier, Irene Hallmann-Strauss, Albert Sigl, Sarah Hakenberg, Andrew Malura und den Seerosianern Dagmar Nick, Maria Peschek, Brigitta Rambeck, Anatol Regnier, Asta Scheib, Michael Skasa, Walter Zauner und Winfried Zehetmeier.
Sonntag, 06. April, 17 Uhr
Finissage: musikalischer Ausklang – mit 'Canto dei Sass', den 'Blue Dawgs' und
Walter Zauner


Weitere Informationen:
Brigitta Rambeck, Konrad Hetz

,

Kulturreferat der Landeshauptstadt München

 

Zu den Seerosenkreisen Bildende Kunst und Literatur

Die Künstlervereinigung 'Seerosenkreis' wurde als Stammtisch im Schwabinger
Lokal 'Seerose' gegründet, 'Gründungsväter' waren u. a. der Schauspieler
Gustl Weigert, der Dichter Peter Paul Althaus und der Maler Hermann
Geiseler./Die Seerose ist bis heute kein Verein, sondern nach ihrem
Selbstverständnis eine offene Gruppierung, so etwas wie eine
Künstlerheimat von durchaus 'familiärem' Charakter. Federführend für die
elf 'aktiven' Seerosenliteraten ist Publizistin, Autorin und Malerin
Dr. Brigitta Rambeck, Sprecher für den offenen Kreis der Bildenden
Künstler ist seit fast 25 Jahren der Bildhauer und Radierer Baldur
Geipel. Die Bildenden Künstler vergeben seit mittlerweile über 40 Jahren alljährlich
den von der Stadt München finanzierten Seerosenpreis, darüber hinaus
seit einigen Jahren auch den Wanderpreis Seerosenring. Erhalten haben ihn bislang
Sylvie de Muralt, Baldur Geipel, Erhard Paskuda, Hans-Jörg Dürrmeier, Manfred
Mayerle, Dr. Hans-Jochen Vogel, Dr. Franz Forchheimer und Konrad Hetz.

Seit Ende der 50 er Jahre gingen die Bildenden Künstler und die
Literaten der Seerose eigene Wege. Inzwischen bahnen sich wieder
Begegnungen an, u. a. anlässlich der alljährlichen Verleihung des
Seerosen Wanderrings sowie - mit begleitenden literarischen
Veranstaltungen - bei Ausstellungen der Seerosen-Künstler im
Oberdiessener Museum des 2003 verstorbenen Seerosianers, Malers und
Galeristen Oswald Malura.

In der Galerie Malura in der Schwabinger Leopoldstrasse hatten in der
Nachkriegszeit auch bereits schon die ersten Kunstausstellungen der Seerose
stattgefunden, in seiner Wohnung in der Kaulbachstrasse viele Veranstaltungen der
"Traumstadt" (Peter Paul Althaus). Zuletzt hatten sich 1958, zum 10.
Geburtstag der "Seerose" im Jahr der 800-Jahr-Festlichkeiten Münchens
Seerosenkünstler und Literaten zu einem gemeinsamen Ausstellungs- und Veran-
staltungsprogramm zusammengefunden. Den 50. Geburtstag des Seerosenkreises
begingen die Literaten „solo“ mit einem festlichen Programm in der Seidlvilla, den
55. Geburtstag gestalteten die Bildenden Küünstler ebenfalls für sich. Eine Ausstellung
in der Rathausgalerie präsentierte Arbeiten der ersten zwei Jahrzehnte
(1948-68) sowie im Kunstpavillon des Alten Botanischen Gartens eine
Werkschau der lebenden Seerosianer.

Erstmals finden sich nun die beiden Seerosenkreise Literatur und
Bildende Kunst wieder zusammen zu einer gemeinsam geplanten Ausstellung
mit literarisch-kabarettistisch-musikalischen Programm aus Anlass der
Gründung der Seerose vor 60 Jahren.

Die Werkschau der derzeit "aktiven" Maler und Bildhauer und das Programm
sind auch eine Reverenz einer der ältesten Münchner Künstlerver-
einigungen an die Stadt München zu ihrem 850. Geburtstag.
Bilder und Skulpturen von 38 Münchner Künstlerinnen und Künstlern
werden gezeigt: von Ingo Glass, Hans Marek, Hans Friedrich, Sabine
Henning, Konrad Hetz, Walter Grill, Klaus Dieckhoff, Manfred Mayerle,
Angelika Harzer, Reinhard Fritz, Irene Hallmann-Strauss, Erich Auer,
Waltraud Bücking, Ortfried Engler, Gabriele Huber-Thoma, Charlotte
Dietrich, Jo Anne Marschall, Guido Zingerl, Elke Lausberg, Sylvie de
Muralt, Erhard Paskuda, Hubert Maier, Gabriele Stolz, Ninon Voglsamer,
Baldur Geipel, Jürgen Reipka, Tobias Krug, Ernst Krebs, Ernst Strom,
Christoph Haußner, Winfried Zehetmeier, Carl Meurer, Helmut Kästl,
Brigitta Rambeck, Peter Tomschiczek, Franz Weber-Berg, Wolfgang Dietrich.


Andrew Malura hat ein Filmprogramm aus alten Filmen und Fotos in
Schwabinger Künstlerateliers und –vereinigungen aus dem Archiv
seines Vaters Oswald Malura zusammengestellt.

Der große Münchner Fotograf Stefan Moses hat bisher unveröffentlichte
Fotos von 1955 und 1958 beigesteuert, die u.a. den Traumstadtgründer Peter
Paul Althaus (1892-1965) am alten Seerosenstammtisch und in seiner
"Kissengruft" zeigen.

Zur Ausstellung erscheint ein 60seitiger Katalog, herausgegeben vom
Seerosenkreis, gestaltet von Konrad Hetz und gefördert vom
Kulturreferat, mit der Geschichte des Seerosenkreises von 1948 bis heute
von Brigitta Rambeck und Beiträgen der elf literarischen Seerosianer
(Barbara Bronnen, Gert Heidenreich, Dagmar Nick, Maria Peschek,
Brigitta Rambeck, Anatol Regnier, Asta Scheib, Albert von Schirnding,
Michael Skasa, Walter Zauner, Winfried Zehetmeier) sowie mit Bildern
und Porträtfotos aller mitwirkenden Künstler und Literaten.