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Weitere Informationen:
www.freundeskreis-malura-museum.de
Sa - So 14 -18 Uhr, u.n. Vereinbarung, geöffnet 16. April bis November 2012
(auch das Malura Café !)

Für eine genaue Wegbeschreibung hier klicken:  
Google Map

2012
46. Sonderausstellung: 7 aus Lech - Amersee 10.6. - 29.7. 2012
47. Sonderausstellung: Guntram Holdgrün, Herbst 2012


Internationaler Museumstag:
Sonntag 20. Mai 2012, von 10-18 Uhr, Eintritt frei.

am Sonntag,20. Mai, dem internationalen Museumstag öffnet das Malura Museum wieder ganztägig seine Türen. Das Museum ist von 10 - 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Gabriele Perryman, die Tochter der Bildhauerin Ulrike Albert, wird von 13 bis 15 Uhr anwesend sein und steht für Fragen zur Ausstellung “ In Ton geborgen“ mit dem Werken ihrer Mutter zur Verfügung. Um 16 Uhr bietet das Museum ein besonderes Highlight, der Moderator und Sprecher Mike Carl wird aus dem Buch von Oswald Malura “Als Maler durch Indien“ lesen. Die Lesung findet im Indienraum statt, in dem Sie aktuell noch die Sonderausstellung “ Rabindranath Tagore begegnet Oswald Malura“ sehen können.

Programm für den 20. Mai: 10 - 18 Uhr   Eintritt frei

10 Uhr   Führung durch das Museum
11 Uhr   Fragenbogen-Ralley für Kinder
12 Uhr   8 Minuten Film des BR über Oswald Malura und 5 Min. Film aus Original Film Filmmaterial von OM’s 
    Indienreise von (1929-32). Auf Anfrage kann dieser auch zu anderen Uhrzeiten gezeigt werden.
13-15 Uhr   Gabriele Perryman, die Tochter der Bildhauerin Ulrike Albert ist anwesend
14 Uhr   10 Minuten Film über Ulrike Albert. Auf Anfrage kann dieser Film auch zu anderen Uhrzeiten
    gezeigt werden.
16 Uhr   Der Moderator und Sprecher Mike Carl liest aus dem Buch von Oswald Malura
    “Als Maler durch Indien“
17 Uhr   Führung durch das Museum
     

Mike Carl hat tausende Sendungen in Funk & Fernsehen moderiert. Seit fünf Jahren ist er als Synchronsprecher in vielen Serien und Filmen zu hören. Er liest Geschichten für Leseanfänger bei Ravensburger, hat Lesungen afrikanischer Autoren abgehalten und Hörbücher eingesprochen. Mike Carl hat Oswald Malura noch kennenernen dürfen und ist vor allem von der Vielseitigkeit und Abendteuerlust des Künstlers fasziniert.


EINLADUNG INS MALURA MUSEUM

„In Ton geborgen“Skulpturen und Bilder von Ulrike Albert – eine Retrospektive

ZUR ERÖFFNUNG DER 45. SONDERAUSSTELLUNG AM DIENSTAG DEN
1. MAI 2012 UM 15 UHR SIND SIE UND IHRE FREUNDE HERZLICH EINGELADEN!
BEGRÜSSUNG: DR. THOMAS GOPPEL  
EINFÜHRUNG: URTE EHLERS  
MUSIK: Birgit Abe, Violine  
Gerhard Abe-Graf, Klavier  
AUSSTELLUNG: 1. MAI BIS 3. JUNI 2012  
     
Die Skulpturen von Ulrike Albert sind geprägt von einer meditativen, mediterranen Ruhe.
Ulrike Alberts Thema war der Mensch, vornehmlich die weibliche Figur. Aber figürlich reduziert bis hin zur Abstraktion. In sich ruhend, leicht bewegt, voll Grazie.
Ulrike Alberts Material war der Ton, dunkler Ton, meist schamottiert, rauh und spröde, straff gespannt, gebogen und gewölbt. Meistens blieb der Ton unglasiert. Gebrannte Erde – terra cotta. Die Erde entwickelt während des Brandes eine in sich selbst innewohnende Farbigkeit, die aufgrund der bestimmten Zusammen-setzung des Tons und der Brenntechnik von verregnetem Dachkachelrot bis zu dunklem Schiefergrau variieren kann. Diese Oberfläche spricht die Augen und den Tastsinn der Betrachter direkt an. Anläßlich einer Ausstellung in Gmunden, Österreich war in der Salzkammergut Rundschau diesbezüglich zu lesen: „Ulrike Albert spielt alle Reize der gebrannten Erde aus: ihre grobe Materialität, ihren brüchigen Charakter, ihre antik wirkende Färbung.“

Ab 1997 hielt sich Ulrike Albert sich in Italien auf, in der südlichen Toskana, in den Bergen vor Grosseto. Ihr Atelier dort, in uraltem Gemäuer, das sie für ihre eigene Bedürfnisse hat um- und ausbauen lassen, ermöglichte es ihr, größere Arbeiten zu fertigen; sie nahm sich dort auch die Zeit, neue Brenntechniken auszuprobieren, konsequent ihren Weg zu gehen.
Die Identifikation mit der Wahlheimat war ähnlich stark wie ihre Identifikation mit einzelnen Arbeiten, die in ihrem Schaffen eine zentrale Rolle spielten. Als Beispiel sei hier die Allegoria erwähnt, schreitend und ruhend, weiblich und göttlich, Metapher für Fruchtbarkeit, Weiblichkeit – mit einer Ausstrahlung, die ihresgleichen sucht.
 

Ulrike Albert schlug gerade in den letzten Jahren vor ihrer Rückkehr 2010 nach Deutschland eine neue künstlerische Richtung ein. Vielleicht lag es an dem Kontakt mit dem etruskischen Mutterland – ihre Skulpturen wurden immer abstrakter und archaischer. Sie entwickelten sich nun eher organisch aus einem Formgedanken heraus. Dadurch wurden ihre Formen bewegter, ohne das körperhaft Sinnliche zu verlieren.

Zu ihren Leitmotiven, Mustern, zu welchen sie immer wieder zurückkehrte, gehören die Stele, die sitzende Figur, die schreitende Figur, Kopf, Torso, aufgesprungene Kugeln, und jene sich drehende, fast tanzende Formen, in denen die gebrannte Erde fast nach dem Himmel strebt. Damit verwandt sind die Variationen auf die Schnecke, so der Name des gewundenen, geschnörkelten obersten Teils von Geige, Bratsche und Violoncello. Ulrike Alberts beste Arbeiten sind musikalisch und zugleich statuarisch, erdgebunden und doch leicht. Ulrike Albert hatte Mut zur Anmut.

Die Stationen Ihres Lebens waren nach ihrem Studium an der Hochschule für Gestaltung, Pforzheim und der Kunstakademie Karlsruhe, München, Diessen a. A. (OT. Obermühlhausen), die Toskana und dann wieder Bayern, wo sie im vergangenen Jahr am 1. Mai in Oberdießen im Fuchstal unerwartet verstarb.

Andrew Malura, als Leiter des Malura Museums hat es sich zur Aufgabe gemacht, nun zur diesjährigen Öffnung des Malura-Museums am 1. Mai, Ulrike Albert, als Künstlerin und Fördermitglied des Freundeskreis Malura Museums durch einen Rückblick auf ihre Werke zu würdigen.

www.ulrike-albert-skulpturen.de


44. Sonderausstellung: Tagore - Malura 16.4. - 29.7. 2012

Ein Brückenschlag zwischen Indien und Deutschland:
Oswald Malura begegnet Rabindranath Tagore (1932)
(150 Jahre Rabindranath Tagore – 105 Jahre Oswald Malura)
Ausstellung Dauer 16. April bis 29. Juli 2012

Rabindranath Tagore als Maler
Ausstellung im Malura Museum, Oberdießen

unter der Schirmherrschaft des Indischen Generalkonsuls München, Vikram Misri
(Vorwort und infos bei English Link)

Vorwort: Vikram Misri - deutsche Übersetzung (Thomas Klihm)

Mit großer Freude sehe ich, dass das Malura Museum in Oberdießen als Gastgeber für die Abschlussfeierlichkeiten anlässlich des 150. Geburtstags von Rabindranath Tagore fungiert.
Generationen von Indern bekannt als “ Gurudev “ (Meister oder Lehrer), hat Tagore seine Ära nachhaltig geprägt. Seine vielfältigen Talente sind hinlänglich bekannt. Er hat über 50 Gedicht-Bände hinter-lassen.1913 wurde er als erster Asiate mit dem Nobelpreis ausge-zeichnet – in Anerkennung der Englischen Übertragung seines bedeutenden Werks Gitanjali („Lied-Opfer“). Darüber hinaus war er ein gefeierter Romanschriftsteller, Kurzgeschichten-Schreiber,
Dramatiker und Essayist. Er schuf mehrere Musicals und Tanz-Theater und verfasste etliche Reiseberichte sowie zwei Autobiographien.

Seine Liedtexte und die von ihm dazu komponierte Musik brachten einen eigenen Musikzweig hervor, der bis heute seinen Namen trägt: Rabindra Sangeet. Auch als Maler war er sehr produktiv. Er hinterließ ein umfangreiches Werk von über 3000 Zeichnungen und Gemälden, ein Nachlass, der bis heute anerkennendes Staunen und Bewunderung hervorruft. In all diesen Bereichen war Tagore ein Meister seiner Künste und ein Großteil seines literarischen
Schaffens gehört zu den meist übersetzten Werken asiatischer Schriftsteller.
So steht man einigermaßen verwundert vor der Tatsache, dass ein Mensch von derart vielfältigen Talenten darüber hinaus auch noch ein ebenso bedeutender Humanist, Philosoph und Lehrer gewesen ist.
Obwohl er selbst nie einen offiziellen Studienabschluss tätigte, gründete Tagore zwei Schulen und eine internationale Universität - Vishwa Bharati: in Shantiniketan in West Bengalen - als “Zentrum für ein Studium in wahrer Menschenbildung jenseits nationaler und geographischer Grenzen.“ Als Philosoph mit universalistischer Vision, der ausgedehnte Reisen quer durch alle Kontinente unternahm, legte Tagore den Schwerpunkt seiner Botschaft auf die Bedeutung
des Wahren und Schönen für das menschliche Leben und fand damit breite Anerkennung, unter anderem von Seiten seines Freundes und Zeitgenossen Albert Einstein. Tatsächlich stehen Übersetzungen von Tagores Schriften ins Deutsche seit nahezu einem Jahrhundert zur Verfügung, und die deutsche Öffentlichkeit ist sich seines hohen Rangs als Autor und Philosoph sehr bewusst.
Das abschließende Event zur 150-Jahrfeier Tagores ist eine Ausstellung, die Tagore als Maler gewidmet ist. Da die Originale inzwischen empfindlich sind und nicht rund um die Welt versandt werden können, werden die Werke hier als qualitativ hochwertige digitale Reproduktionen gezeigt.
Obwohl die ausgestellten Arbeiten nicht Tagores gesamtes Repertoire repräsentieren, zeigen sie doch die ungeheuere Vielfalt seiner Themen, Sujets und der Techniken, die er zur Anwendung brachte.
Es ist ganz besonders passend und angemessen, dass diese Hommage an Tagores Werk an einem Ort stattfindet, der dem Erhalt des reichhaltigen Vermächtnisses eines bemerkens-werten deutschen Malers – Oswald Malura - gewidmet ist. Die Verbindung zwischen Tagore und Malura geht aber weit über diese schlichte Koinzidenz hinaus. Als junger
Mann am Beginn seiner Künstler-Karriere verbrachte Oswald Malura vor über 80 Jahren drei Jahre mit Reisen quer durch den Indischen Subkontinent. Am Ende seines Indien-Aufenthalts besuchte er Vishwa Bharati, die von Tagore gegründete Universität. Hier traf er auch den großen Mann persönlich, drehte einen kleinen Film über ihn und malte ein Portrait von Tagore. Dieses bemerkenswerte Bild ist ebenfalls im Malura Museum zu sehen. Ich überbringe meine besten Wünsche zum Gelingen dieser Ausstellung. Besonders möchte ich Oswalds Sohn Andrew Malura danken, der, gemeinsam mit seiner liebenswürdigen Frau Elke, für den Erhalt dieses bemerkenswerten Museums verantwortlich zeichnet.
Sie beide sind würdige Erben des umfangreichen Werknachlasses von Oswald Malura. Ihr großzügiges Angebot, diese
Ausstellung von Tagores Gemälden in ihrem Museum aufzunehmen, kam genau zum richtigen Zeitpunkt, und ich danke Ihnen zutiefst für Ihr Entgegen-kommen.
Im Namen des Generalkonsulates von Indien in München, möchte ich ebenso meine Wert-schätzung für den Einsatz zum Ausdruck bringen, den das Indien-Institut mit der Organisation dieser Ausstellung geleistet hat, der vordersten deutschen Organisation, die auf dem Feld der indisch-deutschen kulturellen Beziehungen arbeitet.

Grußwort: Dr. Wolfgang Heubisch

1932 kreuzten sich die Wege von Oswald Malura und Rabindranath Tagore. Heute, genau 80 Jahre später, lebt diese denkwürdige Begegnung auf außerordentliche Weise wieder auf, wenn das Oswald Malura Museum Bilder des bengalischen Malers und Philosophen Tagore zeigt. Damit dokumentiert die Ausstellung das Zusammentreffen zweier bemerkenswerter Künstlerpersönlichkeiten und unternimmt gleichzeitig einen Brückenschlag zwischen zwei Ländern mit sehr unterschiedlichen Traditionslinien.

Die Biografien der beiden Maler belegen, wie wichtig der internationale Austausch für Kunst und Kultur ist: Oswald Malura konnte seinerzeit als Meisterschüler der Akademie der Bildenden Künste München mit Hilfe eines Stipendiums Indien besuchen – ein außergewöhnliches Reiseziel für einen Kunststudenten im Jahr 1932. Die Eindrücke, die er damals sammelte, prägten nachhaltig sein Werk. Auch Tagore unternahm zahlreiche Auslandsreisen und machte sich dafür stark, östliches und westliches Denken miteinander zu verbinden.

Malura und Tagore waren in ihrer Zeit Vorreiter der interkulturellen Verständigung. Heute ist ein enger Kontakt über kulturelle Grenzen hinweg selbstverständlich. Längst pflegen bayerische und indische Hochschulen eine Vielzahl von Kooperationen, unterstützt durch das Bayerisch-Indische Hochschulzentrum, das engagiert die Vernetzung der beiden Länder vorantreibt. Es ist mir ein großes Anliegen, diesen Dialog noch intensiver zu gestalten.

So bedanke ich mich sehr herzlich bei den Veranstaltern dieser Ausstellung, dass sie uns an der fruchtbaren Begegnung der beiden Maler teilhaben lassen und auf diese Weise einen wertvollen Beitrag zum kulturellen Austausch zwischen Bayern und Indien leisten.

München, im März 2012

Dr. Wolfgang Heubisch
Bayerischer Staatsminister für
Wissenschaft, Forschung und Kunst

Geleitwort: Dr. Brigitta Rambeck, Kuratorin

Der 150. Geburtstag Rabindranath Tagores (7. Mai 1861 - 7. August 1941), des vielfach geehrten Poeten, Malers, Komponisten und Philosophen, hat weltweit Anlass zu Ausstellungen und Jubiläums-Veranstaltungen gegeben. Eine der wenigen Persönlichkeiten, die den indischen Nobelpreisträger für Literatur noch im hohen Alter porträtieren und sogar eine Filmaufnahme von ihm machen durften, war der Münchner Maler Oswald Malura (9. Oktober 1906 - 29. Juni 2003). 1986 wurde er vom indischen Staat mit dem Rabindranath Tagore Preis ausgezeichnet.

Oswald Malura studierte ab 1926 an der Münchner Akademie der Bildenden Künste Malerei, an der er rasch zum Meisterschüler avancierte. Ein Reisestipendium ermöglichte ihm die Überfahrt nach Indien, wo er dann drei Jahre lang lebte und malte (1929-1932). Tiefen Eindruck hinterließen Begegnungen mit Mahatma Gandhi, Annie Besant und, weit mehr noch, mit Rabindranath Tagore, dessen Lebensweise und -philosophie ihn sein ganzes Leben begleiten sollte.

Maluras Traum von einem friedlichen Weltstaat, den er in München nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs mit „Gleichgesinnten im Geiste“ ins Leben zu rufen versuchte, basiert ebenso auf seinen indischen Erfahrungen wie die Realisierung seines eigenen kleinen Shantiniketan (Ort des Friedens) im ländlichen Oberdießen. Dort richtete er 1981 eine Stätte der Begegnung ein: sein „Kulturhaus“, das inzwischen als „Malura Museum“ von seinem Sohn Andrew Malura weiter geführt wird - mit einer Dauerausstellung der Werke Oswald Maluras und wechselnden Präsentationen anderer Künstler. Es ist auch weiterhin ein Ort der Begegnung für Künstler-Gesprächsrunden, kunstinteressierte Kinder und Jugendliche sowie literarische und musikalische Veranstaltungen unterschiedlichster Art.
Im Obergeschoss des Museums, in dem ausschließlich die Sammlung von Maluras Indien-Bildern zu sehen ist, wird der Geist eines „Shantiniketan“ auch für Uneingeweihte spontan zum atmosphärischen Erlebnis.
1949 ist Oswald Maluras Bericht über seine Jahre in Indien mit Abbildungen seiner Zeichnungen und Gemälde unter dem Titel „Als Maler durch Indien“ in Buchform erschienen. Eine Übersetzung ins Englische ist in Planung.

2007 wurde der Freundeskreis Malura Museum e.V. gegründet, der zur Erhaltung des Museums und zur Unterstützung der Ausstellungen und Veranstaltungen beiträgt.

Auch in München hatte Oswald Malura eine Stätte der Begegnung hinterlassen: sein ehemaliges Schwabinger Domizil in der Kaulbachstraße 75, in dem er den legendären „Bürgerversammlungen der Traumstadt“ rund um den Dichter Peter Paul Althaus ihren Ort gab. Ein 2010 gegründeter Verein „Rettet die Traumstadt“ e.V. hatte es sich zum Ziel gesetzt, diese historische Stätte auf Dauer für kulturelle Zwecke zu erhalten, was leider nicht gelungen ist.
Am 9. Mai 2011 wurde zum Auftakt des Tagore-Jubiläumsjahres in der zu diesem Zeitpunkt noch florierenden Schwabinger „Traumstadtwohnung“ mit einer umfassenden biographischen Dokumentation zu Leben und Werk Rabindranath Tagores sowie der Präsentation einiger Indien-Bilder und -Texte Oswald Maluras eine indisch-deutsche Begegnung in Erinnerung gerufen, die für die damalige Zeit (1932) durchaus singulär war.

Da anlässlich des Tagore-Jubiläumsjahres 2011/12 sowohl die Indische Botschaft in Berlin als auch das Indische Generalkonsulat in München großes Interesse an diesem frühen deutsch-indischen Austausch zum Ausdruck gebracht haben, konnte es gelingen, für das Malura Museum eine Ausstellung von etwa 50 digitalen Reproduktionen des malerischen Werks Rabindranath Tagores in Originalgröße zusammen zu stellen, die sowohl die wesentlichen Elemente seines Malstils als auch die von ihm bevorzugten Themenkreise in breitem Umfang repräsentieren. Gleichzeitig sind auch alle verfügbaren Gemälde und Zeichnungen Oswald Maluras aus seiner Indien-Zeit zu sehen.

Es ist eine - nunmehr posthume - Begegnung der besonderen Art: Der indische Nobelpreisträger für Literatur hatte sich erst im Alter von 67 Jahren in größerem Umfang der bildenden Kunst zugewandt – das heißt in den späten 1920-er Jahren, als auch der fast ein halbes Jahrhundert jüngere Oswald Malura Indien bereiste und Tagore besuchen durfte. Die Konfrontation der spätimpressionistisch anmutenden Darstellung des damaligen Indien durch einen jungen Deutschen mit den von indischer Spiritualität durchdrungenen, dennoch erkennbar von europäischen Stilmitteln beeinflussten Bildern des altersweisen indischen Dichter-Künstlers, steht für spannungs- und erkenntnisreiche Momente bei der vergleichenden Betrachtung der Werke. Darüber hinaus ist der Film zu sehen, den Malura 1932 in Shantiniketan drehte.

Unser herzlicher Dank gilt dem indischen Generalkonsul in München, Vikram Misri, dessen Vermittlung diese Ausstellung möglich gemacht hat.


Sie findet am Sonntag 18.03. 2012 im Malura Museum



Landsberger Tagblatt, Freitag, 10. Oktober 2007, Nummer 235

www.freundeskreis-malura-museum.de


Landsberger Tagblatt, Juli 2007

       
Die Oswald Malura Kunststiftung war Mit sponsor für den Schwabinger Kunstpreis 2010, 2009, 2008, 2007, 2006, 2005 und 2004.
Weitere Informationen unter

www.muenchen.de/Rathaus/kult/foerderung/preisestipendien/kunstpreis/125576/index.html

Google Map Für eine genaue Wegbeschreibung hier klicken

Landsberger Tagblatt, Samstag, 8. Juli 2006, Nummer 155

 

Oswald Malura, geboren am 9. Oktober 1906 in Boleslau ist am 29. Juni 2003 in München verstorben.